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Stadtteilgruppe
Wiesbaden-Schierstein

Naturschutz auf der Bismarksaue

Gemeinsamer Antrag der SPD-Fraktion und der Fraktion
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zur Sitzung des Ortsbeirats am 16.12.2020

Die Bismarksaue ist mit ihren Auenflächen, Wiesen, Baum- sowie Gebüschflächen ein wichtiges Landschaftschutzgebiet. Die geplante Renaturierung nach Beendigung der Neubaumaßnahmen Schiersteiner Brücke wird vom Ortsbeirat Schierstein seit Jahren, nicht zuletzt im Rahmen der Umgestaltung und der Neubaumaßnahmen am Osthafen, gefordert.

Vor diesem Hintergrund hat uns die kürzlich erfolgte, radikale Rodung der Gebüschflächen neben dem Damm, zwischen dem Vereinsheim des Angelsportvereins und dem ehemaligen Tankdienst Rein, sehr gewundert. Diese Fläche war in den vergangenen Jahren ein Refugium für die heimische Tierwelt, insbesondere Singvögel und Insekten. Nach der Rodung lädt die freie Fläche eher zum Picknick oder zum Auslauf für Hunde ein.

Bereits vor zwei Jahren, als die Wiesenflächen auf der Bismarksaue bereits während der Brutzeiten gemäht wurden, haben wir uns gefragt, welches Konzept hinter diesen Maßnahmen steht.

Es entsteht der Eindruck, dass man auf der Hafenpromenade Büsche wachsen lässt (siehe Antrag 20-O-22-0020 der SPD-Fraktion vom 01.10.2020), während man im Naturschutzgebiet mäht und rodet.

Von daher wird der Magistrat gebeten dem Ortsbeirat vorzustellen,

  • warum die beschriebene Rodung durchgeführt wurde,
  • wie die Wegeführung auf der Aue künftig geplant ist und
  • welche weiteren Maßnahmen zur Renaturierung der Bismarksaue geplant sind.

Bemerkungen:

Der Antrag wurde einstimmig angenommen.

Erstellt: 15.12.2020, letzte Änderung: 17.12.2020, Autor: W.Richters, © 2000