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Stadtteilgruppe
Wiesbaden-Schierstein

Verlängerung der Uferstraße als Radweg oder Fahrradstraße

Antrag zur Sitzung des Ortsbeirats am 09.11.2016

Kartenausschnitt
Kartenausschnitt,
in blau der zu ergänzende Abschnitt

Wir bitten den Ortsbeirat um folgenden Beschluss:

Der Magistrat wird gebeten, neben der geplanten „Querschnittsumgestaltung zugunsten des Radverkehrs in der Äppelallee“ auch die Alternative oder Ergänzung zu prüfen, einen Radweg oder eine Fahrradstraße als Verlängerung der Biebricher Uferstraße bis zur Schiersteiner Brücke sowie nach deren Fertigstellung im Jahre 2020 bis zum Hafenweg einzurichten.

Begründung:

„Die Maßnahme in der Äppelallee stellt gemäß Radverkehrskonzept einen Lückenschluss mit großer Verbindungsbedeutung für den Radverkehr dar.“ Dieses Zitat aus der Pressemitteilung der Landeshauptstadt Wiesbaden vom 20.10.2016 ist prinzipiell richtig. Allerdings ist und bleibt die Äppelallee eine stark befahrene Durchgangsstraße mit allen zugehörigen Problemen. Eine attraktive Alternative zumindest für einen Teil der Radfahrerinnen und Radfahrer ist schon jetzt der Weg von Schierstein nach Biebrich durch die Rheinwiesen und über die Uferstraße. Speziell in den Rheinwiesen herrscht bei schönem Wetter aber immer eine ziemliche Fülle, verursacht durch die gemeinsame Nutzung der Trasse durch Fußgänger und Radfahrer, so dass eine Trennung der beiden Gruppen sinnvoll ist.


Bemerkungen:

Auf Anregung der anwesenden Vertreterin des Seniorenbeirats wurde der Wunsch nach Radweg oder Fahrradstraße in die Bitte umgewandelt, dort eine durchgehende Fahrraße einzurichten, auf der auch Ausflüge von Seniorinnen und Senioren des Jan-Niemöller-Hauses mit einer Rickscha möglich sind. Mit dieser Änderung wurde der Antrag einstimmig angenommen.

Mit Schreiben vom 22.12.2016 erhielten wir vom zuständigen Dezernat für Stadtentwicklung, Bau und Verkehr die Rückmeldung, dass ein Konzept für die Verlängerung der Uferstraße mit Anbindung an den Hafenweg bereits vorgesehen sei. Das Projekt soll aber erst nach Fertigstellung des Neubaus der Schiersteiner Brücke weiter verfolgt werden, also frühestens 2020.

Daraufhin haben wir uns bei „Hessen Mobil“ nach den Plänen für die zweite und letzte Phase des Brücken-Neubaus erkundigt und erhielten am 30.01.2017 folgende Auskunft: „An der Fußwegebeziehung zwischen Rheingaustraße und Rheinufer ändert sich nichts. Der Bauzaun bleibt so bestehen, wie er augenblicklich gestellt ist.“

Diese Information haben wir zum Anlass genommen, umgehend beim zuständigen Dezernat nachzufragen, warum mit der erbetenen Maßnahme bis mindestens 2020 gewartet werden soll.

Das kleine Teilstück unter der Brücke muss ohnehin in jedem Falle nach Ende der Brücken-Baumaßnahmen hergerichtet werden. Das ist aber für uns absolut kein Grund, warum der übrige, deutlich längere Abschnitt nicht baldmöglichst realisiert werden kann, um speziell bei schönem Wetter für eine sinnvolle Entflechtung von Fußgängern und Radfahrern in den Rheinwiesen zu sorgen, selbst wenn es dann weiterhin auf der kurzen Strecke zwischen Rheinwiesen und Rheingaustraße entlang des Bauzauns ein wenig eng wird.

Erstellt: 27.10.2016, letzte Änderung: 30.01.2017, Autor: W.Richters, © 2000